Penang in Bildern

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Schlammspringer

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Da der Andrang so groß war habe ich kurzerhand beschlossen das Motiv eben mit anderen Touris zu fotografieren 🙂

Es folgen wie versprochen ein paar Eindrücke aus George Town Penang. (Die Bilder sind alle noch unbearbeitet…) IMG_9757 IMG_9760 IMG_9764 IMG_9767 IMG_9768 IMG_9777 IMG_9779 IMG_9784 IMG_9785 IMG_9786 IMG_9787 IMG_9798 IMG_9803 IMG_9805 IMG_9807 IMG_9813 IMG_9817 IMG_9819 IMG_9821 IMG_9823 IMG_9824 IMG_9825 IMG_9827 IMG_9828 IMG_9829 IMG_9832 IMG_9833 IMG_9834 IMG_9837

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Der Ehemann

Er begleitet mich ja nun schon seit einigen Jahren. Seit 2 Jahren trage ich sogar seinen Ring am Finger!
Noah ist 4 Jahre aelter als ich und arbeitet als Vertriebler fuer eine Firma die Boote verkauft. Er ist immer viel in der Welt unterwegs und ich begleite ihn oft auf seine Dienstreisen. Waehrend er arbeitet, reise ich im Land rum. Er ist 1,90 groß und macht Karate. Shopping mag er nicht so, dafuer aber Bier. Leider ist der Arme ziemlich empfindlich und hat oft Magen-Darm-Probleme. Außerdem hat er Hoehenangst, was auf Grund seiner haeufig auftretenden Hoehenkrankheit aber selten problematisch ist, er bleibt im Hotel wenn es in die Berge geht.
Gegen Pferde ist er auch allergisch, deshalb kann er mich zu Aufluegen zu Pferde leider nicht begleiten.
Ueberhaupt tut er das selten weil er haeufig dann doch lieber Fußball guckt. Neben der Bundeslige schaut er naemlich auch die englische Liga und hat neuerdings seine Begeisterung fuer American Football endeckt. Wenn er ja nur selber so sportlich waere! Alles was in irgendeiner Form mit Anstrengung verbunden ist, ist ihm zutiefst zuwieder. Man koennte ja meinen, dass er mit einem entspannten Bootsausflug aus dem Hotel zu locken waeren, weit gefehlt! Absurderweise wird er naemlich ganz schnell seekrank – verkaufen kann er die Dinger, aber bitte vom Land. Da habe ich auch meinen Heiratsantrag bekommen, in Holland am Strand!

So sieht es leider aus, deshalb bin ich immer alleine unterwegs.
Ansonsten ist er ein toller Kerl mit klasse Humor und dem Herz am rechten Fleck 🙂

Das sind die Details an die ich mich noch erinnere bzw. wann ich sie erzaehlt habe. Ist schon lustig, er hat einen richtigen eigenen Charakter bekommen! Wenn ich mal in Rente gehe mache ich daraus vielleicht eine richtige Geschichte:
„Von dem Mann der auszog im Hotel zu bleiben“
„Der Langweiler und das Biest“
„7 Jahre im Sheraton“
Waere toll wenn wir fuer die Verfilmung Andrea Pirlo gewinnen koennten 😉

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Ipoh – kurzes Vergnuegen mit allen Facetten

Mein Abreisemorgen auf Penang startete sehr frueh fuer Urlaubsverhaeltnisse. Mit dem Taxi wurde ich zur Faehre gefahren und hatte Glueck, sie fuhr 1 Minute spaeter los. Ansonsten haette ich 20 Minuten warten muessen – es gibt keine festen Zeiten, nur ungefaehre Intervalle. Auf der Faehre war ich der einzige Westler, entsprechend interessiert wurde ich beaeugt – mich hat aber viel mehr das Geschaukel und Gebrumme beunruhigt. Gesunde Motoren klingen anders! Hat aber ja alles gut geklappt und waehrend ich mich beim Aussteigen noch gefreut habe, dass ueberall Rampen sind, und keine Treppen, sah ich schon die Fußgaengerbruecke ueber die Schienen. Herzlichen Glueckwunsch! Ich habe wirklich alles Schwere in den Koffer gepackt um nicht so viel auf dem Ruecken zu haben. Ich habe mich also schon mal mental darauf eingestellt in kleinen Etappen den Koffer da hoch zu kriegen als ein Soldat strammen Schrittes auf mich zukam. Er nahm mir den Koffer aus der Hand und trug ihn die Treppe hoch. Dabei versuchte er zumindest keine MIene zu verziehen, die Anstrengung stand ihm aber ins Gesicht geschrieben. Oben angekommen nahm er seine Trillerpfeife und pfiff zweimal so laut, dass alle um uns herum zusammen zuckten. Er fuchtelte wild mit den Haenden und erklaerte mir irgendwas, was ich nicht verstanden habe. Ich dachte er fragt ob ich den Koffer auf der anderen Seite alleine runter kriege… Weit gefehlt, kaum bog ich um die Ecke zur Treppe kam mir schon eine uniformierte Frau entgegen, die mir den Koffer abnehmen wollte. Einen Kopf kleiner als ich… Ich habe verweigert und schlußendlich haben wir das Riesenvehikel zusammen runter getragen.
Also anscheinend sitzen die den ganzen Tag da um Leuten mit den Treppen zu helfen. Von Barrierefreiheit hat man hier ja noch nicht wirklich was gehoert und mit Rollstuhl alleine waere das nicht zu schaffen. Ich haette auch mit Kruecken schon meine liebe Not gehabt.

Am Busbahnhof angekommen, habe ich mich durch die hartnaeckigen Ticketverkaeufer gedraengelt und mein Ticket am Schalter abgeholt. Ich hatte es vorher online gebucht. Eigentlich wollte ich mit dem Zug fahren, aber der war ausverkauft!!!
Wie immer war ich viel zu frueh und habe mich in der kleinen Busbahnhofshalle irgendwo in an die Wand gestellt und gewartet. Die Menschen dort haben mich gar nicht beachtet, es war wirklich so als stuende ich nicht da und eine Dame die am Schalter neben dem ich stand gearbeitet hat, ist mir 2mal fast ueber die Fuesse gelaufen. Das war schon komisch.
Als der Bus endlich kam war ich froh zu sitzen. In jeder Reihe gab es nur 3 Sitze – man hatte also schoen viel Platz.
Kaum gesessen war ich auch schon eingeschlafen und so gingen die 3h Fahrt im Nu vorbei. In Ipoh angekommen bekam ich auch sofort ein Taxi und bin ins Hotel. Der Taxifahrer war ein unangenehmer Typ. Freundlich war er wohl, unangenehm weil er sich staendig umgedreht und auf meine Brueste geglotzt hat. Die ganze Art war wirklich unschoen. Ich habe mich nicht unsicher oder bedroht gefuehlt, nur abgestoßen. Natuerlich kam die Sprache schnell darauf ob ich alleine reise. Und wieder musste der Ehemann herhalten, dem ich meinen naechsten Eintrag widmen werde. Der Typ hat mir am Ende der Fahrt noch seine Visitenkarte gegeben falls in in Ipoh nochmal ein Taxi braeuchte. Lass mich kurz ueberlegen…
Im Hotel angekommen war ich sehr positiv ueberascht, ein richtig schoenes Hotel (M Boutique Hotel) und beim Check In zeigte sich, dass ich immer noch ziemlich durch den Wind bin und kaum zu vernuenftiger Konversation in der Lage. Ein Mittagsschlaf war also das Mittel der Wahl.
Ich wollte meinem Koerper auch die Mittagshitze ersparen. Ich habe mittlerweile an allen Extremitaeten Hitzepickel, die ich mir im Schlaf aufkratze…Traeumchen!
Am Nachmittag habe ich mich dann in die Altstadt aufgemacht. Dem Taxifahrer wurde vom Rezeptionisten erklaert wo er mich rauslassen soll. Ich habe mich darauf verlassen, weil ich im Internet noch nicht recherchiert hatte wo ein guter Startpunkt ist. Der Taxifahrer aber, ein fast zahnloser alter Chinese, redete ununterbrochen in einem unverstaendlichen Englisch auf mich ein wo er mich rauslassen soll. Als ich ihm erklaerte dass ich das ja auch nicht wuesste – deshalb habe ihm der Rezeptionist das ja erklaert – wurde er richtig unfreundlich und laut und hat mich nachgeaefft. Immernoch muede und hungrig war mir das zuviel und als wir in der Naehe des Viertels waren wo ich hin wollte, habe ich ihm gesagt er soll anhalten, ich gehe den Rest zu Fuß. Gesagt getan. Ich habe mich erstmal zur TouriInfo durchgefragt wo ich auch eher das Gefuehl hatte unwillkommen zu sein weil die werte Dame an der Info ihre Soap Opera fuer mich abstellen musste. Nichtsdestotrotz hab ich das Ziel erreicht, mit einem Stadtplan und einer Route entlang der wichtigsten Sehenswuerdigkeiten ausgestattet, das Buero wieder zu verlassen. Erstmal hiess es jetzt Nahrungsbeschaffung und dafuer habe ich mich im Old Town White Coffee niedergelassen, eine Kette aehnlich Extrablatt bei uns, wo man auch lokale Spezialitaeten verkoestigen kann. Die Bedienungen hier waren auch alles andere als hilfsbereit oder serviceorientiert und mein Gericht ehrlichgesagt nicht der Hammer. Dafuer war das Kaffee-Tee-sueße Kondensmilch-Gemisch (Cham) richtig gut.
Beim Verlassen des Lokals hatte ich schon ein bisschen mit Ipoh abgeschlossen, dass das wohl der moralische Tiefpunkt der Reise sein wuerde (den braucht jede Reise auch). Nach dem Herumstreunern habe ich aber ein wirklich schoenes Plaetzchen gefunden. Ein kleines Restaurant-Kaffee mit angrenzendem Shop (Happy 8), dass so kreativ und liebevoll eingerichtet war, das wird mir in Erinnerung bleiben. Zu einem Mangosmoothie an einem Pferdetisch habe ich mich niedergelassen und dem Wassergeplaetscher der Brunnen gelauscht.
Beim Gehen  habe ich mich kurz mit der Dame an der Rezeption unterhalten und sie hat mir zum Abschied eine sueße Mandarine geschenkt – zum chinesischen Neujahr werden sie verschenkt und sollen Glueck bringen.
Das wird mein Nachmittagssnack gleich 🙂
Abends im Hotel habe ich endlich mal richtig viel gelesen und meine Fotos sortiert.
Heute Vormittag wollte ich eigentlich zu einem Hoehlentempel, der wurde aber zugunsten des daenischen Krimis und einer ueberfaelligen Yogaeinheit ausgelassen und ich habe nur rumgehangen und sitze jetzt am Flughafen. Der ist topmodern und in etwa so groß wie der Koblenzer Bahnhof. Jetzt geht es auf nach Singapur und dann neigt sich die Reise ja leider schon unaufhaltsam dem Ende zu.

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Penang – Manchmal truegt der erste Eindruck

Nach 35 Minuten Flug sind wir in Penang gelandet. Eine recht große Insel die genau wie Langkawi in der Straße von Melakka liegt nur etwas weiter suedlich. Die groeßte Stadt ist George Town mit ca 700.000 Einwohnern.
Da Taxis in Malaysia recht guenstig sind, wollte ich mir die 2h Busfahrt + zu Fuß laufen ersparen und mit dem Taxi in die Stadt fahren. Hier wird oft nicht mit Taxameter abgerechnet sondern man kauft am Flughafen, Bahnhof etc. schon Tickets die fuer eine bestimmte Zone gueltig sind und hat mit dem Taxifahrer dann gar nichts mehr abzurechnen. Hier war das genau so und in der Schlange vor dem Schalter habe ich ein anderes Maedel angesprochen die da alleine stand ob wir uns ein Taxi teilen sollen. Gesagt getan – by the way war die Dame am Taxistand die bis dato unfreundlichste Malayin der ganzen Reise!
Draussen haben wir ueber eine Stunde auf unser Taxi gewartet – mittlerweile waren wir zu dritt. Langsam setzte der Hunger ein…das Nervenkostuem wurde also schon etwas eng. Als wir dann endlich im Taxi saßen stellte sich heraus, dass der Fahrer nur einen Zielort anfahren wuerde und er reagierte so bockig auf unsere Fragen, das war unglaublich! Ein Typ Ende 50, der wahrscheinlich jeden Tag ne Stange Reval ohne FIlter durchzieht, mit zotteligen Haaren, Che Guevara-Muetze auf und den schon alleine die Tatsache jetzt Fahrgaeste zu haben die ihn vom Sortieren seiner 70s Rock CDs abhalten, unglaublich zu stoeren schien. Die Diskussionen wurden immer heftiger und irgendwann hat es mir gereicht und ich habe gesagt er soll zum Hostel der beiden anderen Maedels fahren und ich sehe dann zu… So kam es dann auch, nichts destotrotz hat er die ganze Litanei waehrend der 60minuetigen Fahrt noch mehrmals angefangen und ich war wirklich kurz vorm Ausrasten. Beim Hostel angekommen war der Gastvater Gott sei Dank sehr, sehr liebenswert und hat mich mit einer Karte ausgestattet und mir den Weg erklaert. Auf gings also mit dem Riesenkoffer 2 Kilometer durch Little India bis zu meinem Hotel. Ich huldige dem Menschen der den Rollkoffer erfunden hat, wie haben die Leute das nur frueher gemacht? Wahrscheinlich weniger Kram dabei 😀

Ich wurde natuerlich mit grosser Neugierde beaeugt wie ich da dieses Riesenvehikel vor mir hergeschoben habe – mitleidige und belustigte Blicke hielten sich die Waage 😉

Das Hotel hat dann fuer alles entschaedig – was fuer ein tolles Zimmer! Ab unter die Dusche und dann ganz schnell was essen. Ich bin gar nicht weit gegangen – mir wars auch egal Hauptsache Nahrung. Mittlerweile hatten wir 21:30 und meine letzte richtige Mahlzeit war das Fruehstueck um 9h gewesen…Ihr koennt Euch also vorstellen – die Zeiger standen auf Alarmstufe Apokalypse!

Nach einem hervorragenden Fruehstueck am naechsten Morgen  habe ich mich aufgemacht mal die Umgebung zu erkunden – in den naechsten Tagen werde ich Fotos hochladen, die sagen mehr als 1000 Worte. Nur so viel: George Town, das historische Viertel wo ich unterwegs war ist definitiv eine Reise wert. Es hat eine tolle Atmosphaere – das Zusammenleben der verschiedenen Kulturen wird greifbar. Ueberall gibt es kleine geschma ckvoll eingerichtete nette Cafes und Restaurants. Die vielen alten Kolonialhaeuser haben ueber die Jahrhunderte in Rueh Patina angesetzt. In den Straßen leuchten abends Lampionketten und tauchen alles in ein vertraeumtes Licht. Little India am Abend wenn Musik aus den Geschaeften toent, die Straßen erfuelllt sind von einem Geruch aus Nelken, Raeucherstaebchen, Gewuerzen und einer Prise Abwasser – das ist eine andere Welt! Die chinesischen Tempel und Clanhaeuser, da wird die Geschichte richtig spuerbar und die Zeit der handelstreibenden aufstrebenden Clans, die sich in der ganzen Welt niederlassen, scheint auf einmal wie vorgestern.

Außerdem ist Penang insbesondere George Town fuer sein hervorragendes Essen bekannt – das kann ich bestaetigen und habe mein temporaeres VegetarierDasein an den Nagel gehaengt – zu lecker was es da alles zu probieren gab!

Besondere Erwaehnung soll noch mein letzter Abend finden den ich im Red I Tang verbracht habe mit ganz ausgezeichneten Leckereien – unter andern Wassermelonensaft mit frischer Minze und Litschi – das Erfrischendsde was ich je getrunken habe! Waehrend ich da saß und die Koestlichkeiten verzehrte hat sich draußen direkt vor dem  Fenster ein voellig besoffener Inder niedergelassen. Niedergelassen meint, er saß auf dem Buergersteig mit den Fueßen im Abwasserkanal und ließ sich dann sein Abendessen nochmal durch den Kopf gehen. Die Dauer laesst vermuten, dass es nicht beim Abendessen geblieben ist und Mittagessen und Fruehstueck noch hinterher kamen…mhmmm wie schoen!
Mich sollte das aber nicht abhalten – wer in der Koelner Innenstadt wohnt ist ja Kummer gewohnt. Immerhin kam ich so mit Uma der sehr netten Kellnerin ins Gespraech.

Zurueck im Hotel hieß es dann packen und am naechsten Morgen um 6h raus aus den Federn um puenktlich an der Faehre bzw. am Bus zu sein.

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Langkawi – Kulturelle Unterschiede und Begegnungen

Am Tag nach der Mangroventour habe ich mich aufgemacht die Insel vom hoechsten Punkt aus zu betrachten. Mit der steilsten Seilbahn der Welt sollte es hinauf auf den Gipfel gehen. Und steil war sie wirklich – die Gondel hat wegen des Winds auch ganz schoen geschaukelt – wohlfuehlen geht anders, aber alles ist ja gut ueberstanden. Von den unterschiedlichen Plattformen aus hatte man einen tollen Blick ueber die Insel und das Meer, wirklich schoen! Fuer malaiische Verhaeltnisse war der Eintritt ziemlich teuer und die haben wirklich an jeder Ecke versucht Geld zu machen! Um die Talstation der Seilbahn herum haben sie ein ganzes Dorf gebaut – so aehnlich wie im Phantasialand. Und da sieht man wieder einmal mehr, wie sehr wir uns doch von den Asiaten unterscheiden. Die meisten Touristenattraktionen sind schon hauptsaechlich auf asiatische Touristen ausgelegt und die finden es zum Beispiel super sich als Aladdin vor einem 3D Bild fotografieren zu lassen oder als Monsterbezwinger, Schlangenbaendiger etc. Es gibt dort ein richtiges Museum wofuer man EIntritt zahlen muss und kann sich dann vor verschiedenen Motiven fotografieren lassen! Etwas Aehnliches ist mir auf Penang auch wieder begegnet.
Ansonsten soll alles ziemlich bunt sein bitte!
Was ich vollkommen vergessen hatte, waren die chinesischen Tischmanieren. Ich bin ja nicht zimperlich aber neben jemand mit offenem Mund schmatzenden und rotzendem zu sitzen kann einem schon den Appetit verderben – also merke: keep your distance!
Eine weitere Besonderheit ist diese voellig uebertriebene Fotobesessenheit. Zugegebenermaßen rennen bei uns ja auch mehr und mehr Leute mit Selfiestick durch die Gegend, aber bis wir das Level erreichen, haben wir noch was vor uns. Als ich abends am Strand entlang spaziert bin, habe ich eine chinesische Familie beobachtet, die mit Selbstausloeser und Smartphone erfolglos versucht hat ein Gruppenfoto zu machen. Ich habe spontan meine Dienste angeboten und wurde dann auch noch gleich einmal mit der ganzen Gruppe und 3 mal mit den Kindern fotografiert…Next Chinese Topmodel to come!!!! 😉

Den Sonnenuntergang wollte ich von einer Strandbar aus bewundern, die riesige Sitzsaecke im Sand liegen hat. Man sind die Dinger bequem! Ich habe auch just sehr angenehme Gesellschaft von einem Amerikaner bekommen, mit dem ich anschließend noch was essen war. Gregory hat sein Leben in den USA an den Nagel gehangen um in Taiwan Englischunterricht zu geben. Er hat noch nie unterrichtet und wie sich mehr und mehr rausstellte wusste er auch nicht wirklich viel ueber seine neue Heimat. Alle USA-Klischees also auch wieder bestaetigt 😀

Den Vormittag des naechsten Tages habe ich im Hotel am Pool verbracht und nicht viel gemacht, außer ein malaiisches Kind vor dem Ertrinken bewahrt. Der Bruder war mit dem Smartphone beschaeftigt und hatte der kleinen den Ruecken zugekehrt und obwohl im Kinderbecken, sie war noch viel zu klein um da zu stehen, ich schaetze mal 1 Jahr ungefaehr. Den Rest der Zeit bis zur Abreise wurde ich also als Heldin behandelt und durfte sogar nochmal in ein Zimmer zum Duschen und Umziehen!
Dann ging es auf zum Flughafen. Mein oekologisches Gewissen plagt mich sehr, dass ich so einen kurzen Flug gemacht habe – mir hatten auf Grund des Seegangs alle von der Faehre abgeraten. Da es mit meiner Schaukelfestigkeit ja nicht so weit her ist, hieß es fuer 35 Minuten hoch in die Luft.
Wie immer war ich viel zu frueh am Flughafen und habe bei Starbucks noch einen leckeren Lemon-Ice-Tea getrunken. Dabei kam ich mit einem malaiischen Paearchen (ich schaetze mal so Ende 60) ins Gespraech, oder vielmehr mit ihr, der Mann hatte nicht viel zu melden. Sie hat mir noch ein paar Tipps gegeben was ich hier alles essen soll und erzaehlt wie schoen sie Duesseldorf fand – nicht der beste Start zur Voelkerverstaendigung 😉

Meinen Koffer habe ich uebrigens selber eingecheckt. Ich musste an einem Automaten mein Gepaeckticket (diese langen Klebedinger) ausdrucken und spaeter einscannen. Fertig!

Nach dem Security-Check hatte ich viel Zeit meine Mitreisenden zu beobachten und ueber eine Feststellung der letzten Woche moechte ich Euch gerne berichten.
Malaysia ist ein muslimisches Land und neben einigen Regeln wie z.B. kein Knutschen in der Oeffentlichkeit sticht das natuerlich auch ins Auge. Die meisten Frauen hier tragen Hijabs (Kopftuecher) aber viele auch Niqabs (quasi wie eine Burka, aber die Augen sind offen). Wenn wir in Europa Frauen sehen die so stark verhuellt sind, sticht das aus der Menge. Ich denke ich spreche fuer Viele wenn ich sage, dass wir oft mit einer Mischung aus Neugier aber auch Mitleid auf diese Frauen blicken. Das ist an sich schon schlimm genug, dass wir diese vermeintliche Andersartigkeit im Vergleich zu uns von Vorneherein als etwas Schlechteres bewerten. Gleichzeitig muss ich aber auch sagen, dass der Umgang der Maenner mit ihren Frauen oder eben mit verhuellten Frauen bei uns meist ein anderer ist als was ich hier beobachtet habe.
In der Zeit hier habe ich ausnahmslos immer den Eindruck, dass der Mann seine Frau wie ein kostbares Juwel behandelt. In dem offensichtlichen Miteinander wirkt es nicht so als sei sie ihm untergeordnet, ganz im Gegenteil. Die Maenner schauen staendig danach, dass ihre Frau einen Platz zum Sitzen, etwas zu trinken etc. hat. Die Art und Weise wie sie sie ansehen und beruehren zeugt von grosser Zaertlichkeit und Fuersorge. Viele Frauen tragen nicht mal ihre Handtasche selber!
Ich will mich jetzt nicht fuer eine Verschleierungspflicht in Deutschland aussprechen, aber mir wird hier vor Augen gefuehrt, wie groß meine Vorurteile sind! Sicher weiß niemand was hinter verschlossenen Tueren passiert, aber ich habe nicht das Gefuehl, dass hier alle schauspielern.
Gleichzeitig, das muß ich auch sagen, merke ich natuerlich, dass ich wie eine Exotin betrachtet werden, teilweise voller Neugier, teilweise voller Verachtung. Das ist eben so, genau wie ich oft voller Mitleid auf die Frauen in Burka geblickt habe. Ich will Besserung geloben!
Ich wurde hier uebrigens von einigen Frauen auf meine Frisur angesprochen, wenn ich die Haare eingerollt hatte. Sie waren sehr begeistert und konnten nicht glauben, dass das so schnell und einfach geht. Im Austausch habe ich mich getraut zu fragen ob das richtige Nadeln sind mit denen die Kopftuecher festgesteckt werden. Sind es! Man koennte auch Stecknadeln nehmen.
Kultureller Exkurs zu Ende!

Vorschau auf die Leckereien

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Ich gehe jetzt weiter essen. Penang laedt dazu mehr als ein!!!

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Langkawi – falsche Titel und sehr wenig viel tun

Langkawi, Insel der Adler – so wird es ueberall angepriesen. Fuer mich erstmal Insel der Entspannung. Ich habe mir ein gutes Hotel gegoennt fuer 50Euro die Nacht und als ich an kam wurden meine Erwartungen nicht enttaeuscht!
Mein Hotel, das Telaga Terrace, liegt etwa 10 Minuten zu Fuß außerhalb von Pantai Cenang im Suedwesten der Insel.
Eingecheckt, noch gegenueber im Supermarkt vorbeigeschaut und dann ab ins Bett. Da ich in der Nacht zuvor so wenig geschlafen hatte war ich hundemuede und bin schon am Flughafen staendig zwischendurch eingepennt.

Am naechsten Morgen gabe es wieder Haferflocken mit Milch und Tee. Mein Vorsatz fuer den Tag war: Nichts!
Ich bin mit einer halben Stunde Yoga gestartet was den Ruecken allmaehlich wieder zum Schnurren gebracht hat und dann gings nach dem Fruehstueck ab zu einem kleinen Spaziergang durch den Ort. Entlang der Hauptstraße reihen sich Verkaufsbuden und Restaurants wie man es auch aus Thailand kennt oder wie es in Montanita war. Der Strand, lang, Palmengesaeumt mit unglaublich vielen kleinen Bars und Restaurants. Der Blick auf die kleineren vorgelagerten Inseln. Der Sand so fein wie Puderzucker. Mmmmmh so sieht Urlaub aus!
Auf dem Rueckweg habe ich mir fuer den naechsten Tag eine Mangrovenbootstour bei Dev’s Adventures gebucht. Ich hatte mich im Vorfeld ein wenig informiert und mir war wichtig das mit einem oekologisch verantwortungsvollen Anbieter zu machen. Die richtige Entscheidung wie sich am naechsten Tag bestaetigt hat.
Meinen ersten Tag habe ich komplett am Pool verbracht und nichts gemacht, nicht mal wirklich gelesen. Am Strand gibt es aktuell sehr viele Quallen im Wasser und ab Mittags kann man die Hitze sowieso kaum aushalten. Hier im Hotel war es sehr angenehm und als Erfrischung war eine kalte Cola light wie immer das Mittel der Wahl am Mittag.

Wenn man Zeit hat einfach rumzuliegen und die Leute zu beobachten waechst in mir ja immer der Wunsch eine kleine Sozialstudie zu lancieren. Es ist manchmal echt zum Quieken! Da ist der Deutsche Mitte zwanzig mit dem „La Vida Loca“-Tattoo auf dem Ruecken und weißen Riesenohrsteckern, der im Pool sogar beim Tauchen seine Sonnenbrille anlaesst oder der Russe Mitte 50 der mit einem gewaltigen Kopfsprung in den 4m langen Pool springt, 3 Zuege schwimmt und dabei so schnauft als waere er auf den letzten Metern des Iron Man oder der betont lockere Mittvierziger der sich staendig durch seine gelockten langen Haare streicht und laut ueber sein Buch lacht, nicht ohne sich staendig zu vergewissern ob er nicht die Aufmerksamkeit ein weibliches Subjektes in den Zwanzigern erregt. Please bringt mir einen Cocktail, ich kann das den ganzen Tag genießen!

Am naechsten Morgen wurde ich frueh eingesammelt und dann gings ab auf die andere Seite der Insel. Der Geoforest Nationalpark wurde von der UNESCO ausgezeichnet, was der Insel natuerlich viele Besucher beschert.
Es war ein bewoelkter Tag und nicht soooo heiss, eigentlich perfekt fuer einen solchen Ausflug! Wir wurden alle in ein Boot gepackt – 2 Schweden, 2 Japanerinne, 2 Englaender, 2,5 Deutsche und ich. Unser Guide Shuhada war eine junge Frau Ende 20 schaetze ich mal – Shud sollten wir sie nennen.
Unser erster Stop war eine Fledermaushoehle. Waehrend wir ausgestiegen sind sagte sie, dass sie sehr froh ueber das Wetter sei: Wenn es so waere, wuerden wir mehr Schlangen sehen! Eigentlich ist Langkawi die Insel der Schlangen, nicht die Insel der Adler.
AHA! Gut, dass ich das nicht vorher gewußt habe. Außer bei mir, ist das auch bei den beiden Briten auf wenig Begeisterung gestoßen. Und dann gings los in die Hoehle. Es war dunkel und das einzige Licht war Shuds Taschenlampe mit der sie uns den Weg geleuchtet hat. Wir gingen auf einem befestigten Weg, der ca 0,5m ueber dem eigentlichen Hoehlenboden erhoeht war. Und da waren sie zu Hunderten die Fledermaeuse, deutlich groeßer als die Exemplare die ich in Deutschland bisher gesehen habe. Auf einmal rief Shud: Look look – there is a snake!
Der Blick folgte dem Lichtschein und da war sie, ca 4m von uns weg. Sie sah aus wie ein großer Knoten, als haette sie eine Beute fest umwickelt. In der Dunkelheit haette ich sie nicht gesehen.
Shud erklaerte uns, dass die Schlangen in der Hoehle die Waende hoch bis an die Decke klettern und dort versuchen Fledermaeuse zu fangen. Unwillkuerlich habe ich den Kopf in den Nacken gelegt, aber in der Dunkelheit konnte ich ohnehin nichts sehen – ein schreckliches Gefuehl!
Sehr erleichtert ging es dann aus der Hoehle raus wo wir von einem neugierigen Affen erwartet wurden, der wohl hoffte was Essbares abzustauben. Um die naechste Ecke sass im Baum eine ziemlich grosse Echse. Ein noch junges Tier, wie Shud uns erklaerte. Ausgewachsen koennen sie 2m lang werden, so groß wie Warane!
Zurueck auf dem Boot ging es dann weiter in die Mangroven und Shud hat uns viel ueber die Baeume und Tiere erzaehlt. Wir haben Nashornvoegel gesehen, unzaehlige schoene Krebse, Schlamspringer, eine fast ausgewachsene RIesenechse und schließlich noch eine Schlange. Ich weiß nicht wie unser Bootsfuehrer die zwischen den Blaettern im Vorbeifahren entdeckt hat. Sie lag eingerollt auf einem Ast und wir sind mit dem Boot bis auf 2m rangefahren, sie war also fast zum Greifen nahe. Ein sehr mulmiges Gefuehl aber gleichzeitig war das fuer mich glaube ich ganz gut, weil sie eben da war und nix passiert ist. Es war sogar eine giftige Viper!

Mehr und mehr haben wir uns dem Meer genaehert und mussten auch unsere Schwimmwesten anlegen und dann hieß es festhalten! Mit ordentlich Karacho ging es uebers Wasser und je naeher wir dem offenen Meer kamen, desto haerter knallten wir nach jeder Welle aufs Wasser – der Ruecken hat sich gefreut!
Vor dem Mittagessen ging es dann noch zu den Adlern. Um sie moeglichst nahe heranzulocken fuettern viele Touranbieter die Voegel mit Gefluegelfleisch. Gar nicht so dumm auf den ersten Blick. Aber nur auf den ersten, die Folgen sind naemlich verheerend. Die Adler sind faul geworden, sie jagen nicht mehr. Und so kommt es, dass ihre Beute sich mehr und mehr ungestoert vermerhrt, alles geraet aus dem Gleichgewicht. Was heisst das konkret? Die Schlangenpopulation auf Langkawi explodiert weil sie keine Fressfeinde mehr haben.

Zu Mittag gabe es auf einem schwimmenden Restaurant das an eine Fischfarm angeschlossen war.Dort konnten wir nach dem Essen unter anderem die beiden Stachelrochen Samira und Hussein bestaunen, die man sogar anfassen konnte. Das sind ja wirklich ganz faszinierende Tiere wie sie sich so schlabberig im Wasser bewegen! Die Haut fuehlt sich an wie eine Kuhzunge 🙂

Im Anschluss folgen ein paar Eindruecke der letzten Tage, was ich am Donnerstag getrieben habe folgt spaeter, jetzt geht es erstmal nochmal an den Pool 😛

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Gib eine Beschriftung ein

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Kuala Lumpur – Resumee und Applaus

An meinem letzten Morgen war ich schon zu Unzeiten wach und der Ruecken liess ein im Bett Rumtroedeln nicht mehr zu, also raus aus den Federn und puenktlich um 7h runter zum Fruehstueck. Wie an den letzten beiden Tagen gabs Haferflocken mit Banane und dazu einen schwarzen Tee. Eigentlich wollte ich mir noch Mango und Drachenfrucht am Strassenstand besorgen, aber die hatten noch zu.
Anschließend habe ich mich aufgemacht Richtung Petronas Towers, schlußendlich wollte ich mir das doch mal aus der Naehe ansehen. Auf dem Weg wurde ich sehr positiv ueberrascht: Es gibt einen klimatisierten, ueberdachten Walkway – sowas wie ein Schnellbuergersteig. Das ist ja mal richtig gut und so bin ich statt 2km durch die Sonne, einen ueberdacht und klimatisiert auf gefliestem Boden gelaufen. Der Walkway endet am Kuala Lumpur Convention Center auf dessen Rueckseite man in einen Park gelangt der direkt zu Fuessen der Twin Towers liegt. Dort gibt es sogar eine Tartanbahn extra fuer Jogger!
Ich bin dann noch eine Runde durch das Einkaufszentrum am Fuss der Tuerme getingelt wo sich Chanel, Prada und Gucci aneinanderreihen.
Da ich meiner Mangosucht hier ja in noch ausschweifenderem Maße froehnen kann, gab es noch einen Mango-Joghurt-Milchshake mit Blick auf die Skyline rund um den Park. Das ist schon schoen! Ich glaube als Expat kann man es in KL sehr gut aushalten. Diese bunte Mischung aus Indern, Chinesen und Malayen, die es trotz voellig unterschiedlicher Kulturen ganz gut schaffen zusammen zu leben, macht es sehr abwechlsungsreich und spannend. Dann hat man wie so haufig in asiatischen Grosstaedten den Gegensatz zwischen den topmodernen Wolkenkratzern einerseits und den baufaelligen alten Wohngebaeuden andererseits.
Generell ist aber alles auf einem sehr hohen Standard und ich glaube wenn der Durchschnittskualalumpianer nach Deutschland kommt wird er mitleidig denken „was fuer ein Entwicklungsland“. Hier ist das was angelegt ist, wirklich in Schuss. Die Zuege sind alle topmodern und klimatisiert.
Umso weniger kann ich mir vorstellen, dass die Menschen auf dem Land teilweise noch in Holzhuetten wohnen. Grosse Gegensaetze und Kuala Lumpur ist ja nicht mal sooo riesig!
Das Klima ist uebrigens auch ertraeglich. Es ist zwar heiss und das haut mich erst recht um weil ich aus dem Winter komme, aber es sind „nur“ so um die 33 Grad und es ist nicht so feucht wie in Bangkok zum Beispiel. Das macht es wesentlich ertraeglicher!
Also alles in allem: wenn mich jemand hier fuer 2 Jahre hinschicken wuerde waere ich gerne dabei!
Fuer mich die angenehmste asiatische Großstadt in der ich bisher war!
Weiter geht es auf Langkawi, aber jetzt erstmal noch ein paar Bilder

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Batu Caves – Jede Menge Menschen und jede Menge Entschlossenheit

Heute Morgen habe ich mich um 9h mit Jeje am Bahnhof getroffen um zu den Batu Caves zu fahren – einem Hoehlentempel ca 12km ausserhalb von KL, die zentrale Kultstaette der malaysischen Hindus. Wahrscheinlich haette mich das gar nicht soo interessiert wenn nicht heute einer Ihrer hoechsten Fesstage waere. Es ist das Thaipusam Fest – das grosste Hindufest ausserhalb Indiens bei dem ueber eine Million Menschen zu den Hoehlen pilgern. Das wollte ich unbedingt miterleben!

Schon im Zug waren wir umgeben von vielen Frauen, die allen in praechtige Saris gewickelt waren, mit Blumen im Haar und goldenem Schmuck behangen. Es war eine sehr freundliche Atmosphaere.

Der Zug, Nahverkehr, war uebrigens deutlich besser als die alten Gondeln die bei uns noch den Rhein entlang tuckern. Es gibt extra Waggons nur fuer Frauen und insgesamt einige Regeln zu beachten 🙂

Kein Knutschen im Zug!

Kein Knutschen im Zug!

Bei Nichtbeachtung muss man Strafe zahlen!

Wir mussten nicht umsteigen und kamen quasi direkt bei den Batu Caves an. Kaum aus dem Bahnhof raus, glaubte man sich auch schon mitten in einem Bollywoodfilm: Bunte Gewaender, Musik und 100 verschiedene Gerueche von suesser Butter ueber verdorbenem Fleisch war alles dabei.

Wir mussten zuerst eine Art Kirmes durchqueren bevor wir an dem Eingang zur Cave Villa standen. Dort sollte man ein bisschen etwas ueber die Figuren des Hinduismus erfahren und schliesslich in einer anderen Hoehle mit den einheimischen Tieren vertraut gemacht werden.

In der ersten Hoehle waren verschiedene Szenen aus der hinduistischen Mythologie nachgestellt und mir ist einmal mehr bewusst geworden, wie wenig ich darueber weiss!

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Als wir dort wieder rauskamen war Bollywood wirklich zum Greifen nahe, wir sind naemlich mitten in eine Tanzauffuehrung gestossen – die armen Taenzer mit engen schwarzen Polyesteroberteilen…ich mag es mir gar nicht vorstellen!

 

IMG_9522 IMG_9515Von da gings weiter in die „Zoohoehle“. Ich wusste schon dass da Schlangen im Terrarium auf mich warten wuerden, aber damit kann ich soweit ja ganz gut um. Als ich dann aber in einem engen Gang vor mir jemanden eine Python auf den Tisch legen sah habe ich auf dem Absatz kehrt gemacht und nix wie raus. Das muss nicht sein!Dafuer habe ich mich mit der Schildkroete angefreundet

Making friends :-)

Making friends 🙂

Das wirklich aufregende kommt erst jetzt. Wir wollten ja zu der eigentlichen Hoehle bzw. dem Tempel und als wir uns dahin bewegten, sahen wir die Menschenmassen die sich die Treppen hochgeschoben haben. Eine bunte Menge aus Frauen in gelben Gewaendern, Maennern mit rasiertem Kopf, mit Metallstaeben durch die Zunge gesteckt, Frauen mit Opfergefaessen auf dem Kopf. Einige Maenner trugen grosse Gestelle aus Metall die mit Blumen verziert waren auf diese 200 Stufen hoch und wieder runter. Wir haben dann entschieden, dass wir uns nicht in diesen Menschenmassen dort hoch quaelen und einfach unten noch ein bisschen spazieren und die Eindruecke aufnehmen.IMG_9528 IMG_9531 IMG_9534 IMG_9537 IMG_9547 IMG_9548 IMG_9549 IMG_9552 IMG_9554 IMG_9556 IMG_9563 IMG_9565 IMG_9566Auf einigen Bildern sieht man noch wirklich junge Kerlchen, die auch diese Altaere tragen. Ihr muesst Euch vorstellen, dass sie schon einige Tage gefastet haben und von ich weiss nicht wo dahin gepilgert sind mit dem Ding auf dem Ruecken. Es waren ueber 33 Grad, die Sonne hat gebrannt und der Steinboden von unten gegrillt. Wir standen eine Weile da und haben die Prozession beobachtet. Jeder dieser Altartraeger war umringt von Freunden und Familie die ihm zwischen durch Wasser gegeben und einen Schemel zum Hinsetzen hingestellt haben. Und auf einmal war da ein Junge, ich schaetze mal so 14 Jahre alt. Mit Waden, die duenner als meine Oberarme waren. Er setzte sich auf den Schemel, schuettelte den Kopf. Er zitterte, Traenen standen ihm in den Augen, er konnte nicht mehr. Das hat mich sehr bewegt. Ich habe daran gedacht welcher Druck wohl auf ihm lastet, all die Erwartungen, wie muede und durstig und hungrig er ist. Und er weiss, er muss nach dem ganzen Marsch noch diese hunderten Stufen hoch, in einer tobenden, stickigen Masse.

Um ihn herum seine Entourage die ihm gut zuredete, ihn anfeuerte, nach oben zeigte – wahrscheinlich sowas sagte wie „sieh mal, es ist nicht mehr weit!“ Er schaute vor sich auf den Boden, dann nahm jemand seine Hand, sah ihm in die Augen und 2 andere hoben das Metallgestell an und er stand auf. Er sprang, er tanzte zu den Trommeln die jetzt hinter ihm waren und drehte sich im Kreis. Und in seinen Augen war eine solchen Entschlossenheit, die mich glauben gemacht hat, dass er es bis nach oben schaffen wird, obwohl er schon jetzt nicht mehr konnte.

Das war alles unheimlich beeindrucken und bewegend. Wenn Menschen eine solchen Leidenschaft und Entschlossenheit fuer eine Sache haben, das packt mich!

Kurze Zeit spaeter haben wir uns wieder auf den Heimweg gemacht, es war Mittagszeit und bruetend heiss. Wieder hier im Hostel angekommen, habe ich erstmal ein ausgiebiges Nickerchen gemacht und nach sehr langen „jetzt steh endlich auf“-Diskussionen mit mir selbst schliesslich eine Stunde Yoga gemacht und war dann was essen. Dort gab es zum Abschluss des Tages eine frische Kokosnuss -mmhhh! Und jetzt (20h Ortszeit) verkrieche ich mich in mein klimatisiertes Zimmer, lese noch was und werde ganz frueh schlafen 🙂Frische Kokosnuss

 

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Ankommen, erste Schritte, gute Vorsaetze und viel Konsum

Nach einer gefuehlten Ewigkeit im Flugzeug war es soweit, wir sind geladnet. Der Flughafen in Kuala Lumpur ist so riesig, dass ich mit einer Bahn zur Gepaeckausgabe fahren musste. Ab da hat aber alles gut geklappt und ich sass ratzfatz im Zug in die Stadt. Es gin die ganze Zeit vorbei an wucherndem Gruen, Palmen soweit das AUge reicht. Auch meine ersten Wasserbueffel hab eich schon gesichtet. Die Vegetation ist hier so ueberbrodernd, als lauere sie nur darauf, dass der Mensch einen Schritt zurueck macht um den Platz einzunehmen.
In Kuala Lumpur Central hat Jeje mich abgeholt und wir sind erstmal was essen und trinken gegangen. Da habe ich schon die erste Spezialitaet kennengelernt: Cham. Das ist Kaffe und Tee gemischt mit MIlch. Auch ich habe erstmal das Gesicht verzogen als sie mir das erklaert hat, aber probieren geht ueber studieren und ueber lamentieren sowieso und was soll ich sagen: es war super lecker und mit Sicherheit nicht mein letztes! Mich hat nur das viele Eis abgeschreckt, man muss ja nicht gam ersten Tag gleich uebermuetig werden 🙂
Mein Hostel ist ganz nett gelegen, nicht weit weg von Chinatown. Allerdings ist das Zimmer wirklich ein Gruft, ohne Fenster und riecht ziemlich muffig. Die Klimaanlage ist super laut aber funktioniert. Zum Wohlfuehlen ist es hier nicht,aber das kommt ja dann auf Langkawi!

Nach 11h Schlaf habe ich mich dann auch mal aus dem Bett gequaelt. Zum Fruehstueck gab es Haferflocken mit Banane und richtiger Milch und schwarzen Tee. Mein Vorsatz ist ja 2 Wochen keinen Kaffee zu trinken, keine Schokolade und kein Fleisch, wobei letzteres wahrscheinlich auf Grund kulinarischer Neugierde nicht umzusetzen ist B-)

Nach dem Fruehstueck ging es los die Gegend zu erkunden. Und ja, da war sie wieder die olfaktorische Ueberaschungsreise – in einem Moment riecht es lecker und einen Meter weiter moechte man gerne sein Fruehstueck erbrechen – Asien! In jeder Seitengasse tropfen die Klimaanlagen zu hunderten um die Wette, auf den Strassen wildes Getuemmel und Plastikstuehle vor jedem Haus. Trotz all des Gewusels findet doch jeder seinen Platz und alles scheint seine Ordnung zu haben.

In der Gegend von meinem Guesthouse sind viele Restaurants und ein paar riesige Einkaufszentren. Ich wollte eigentlich nur einen Adapter besorgen und habe dann doch noch zugeschlagen – das ist das fatale mit einem Koffer unterweg zu sein… ausserdem war es da schoen kuehl, das kam meinen Kopfschmerzen sehr entgegen. Ich wollte eigentlich noch in das ehemals groesste Einkaufszentrum Suedostasiens weil da angeblich eine Achterbahn quer durch das Gebaeude faehrt, aber das habe ich heute nicht mehr geschafft.

In ein paar Wochen ist chinesisches Neujahr und hier ist schon alles entsprechend dekoriert. Es gibt sogar einen Chinese Happy New Year Sale!!! So kam ich auch in den Genuss eines kurzen Trommelkonzerts in einem Kaufhaus wo ich gerade eine Teepause gemacht habe.

Natuerlich bin ich auch wieder auf einige Kuriositaeten getroffen, wie zum Beispiel aromatisiertes, getoastetes Brot:
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Fuer die Leute von hier die sich auf die weite Reise zu uns oder in den Winter machen, gibt es extra Stores mit so zauberhaften Namen wie: Travel for everyone, Winter Store. Da kann man sich dann mit Snowboots und Daunenjacken eindecken bis der Arzt kommt!

Nach einem Nickerchen hat mich Jeje um 18h am Hostel abgeholt und wir sind in die Helibar gegangen. Auf dem Dach eines Hochhauses im 35. Stock mit einer sensationallen Aussicht!…und seeeehr vielen anderen Touristen 🙂

Zum Abendessen gings zum Inder bei mir um die Ecke – sehr lecker, ich denke da gehe ich morgen nochmal hin!

Chinesenmotto

Das passt zu den Chinesen!

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Bei 3 Euro pro Tafel faellt der Verzicht nicht so schwer :-)

Bei 3 Euro pro Tafel faellt der Verzicht nicht so schwer 🙂

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Jeje und ich in der Heli-Bar mit Sicht auf die Petronas Towers und den KL Tower

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Abendessen beim Inder um die Ecke

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Gut Ding will Weile haben…es muss aber auch so gehen!

Wie jedes Mal war auch diese Reise nicht in Ruhe vorbereitet und anstatt entspannt in den ersten Urlaubstag zu starten wurden heute Morgen noch die letzten Klamotten in den Koffer geschmissen. Ja, in den Koffer – richtig gelesen. Nach allem was ich mir so angeschaut habe und im Hinblick auf die wenige Zei die ich in Malaysia habe, werde ich mich nicht im Hinterland und allzu abenteuerlich bewegen. Da darf der gute alte Rollkoffer her – der Ruecken dankt.
Es ist gleichzeitig aber auch ein komisches Gefuehl. Sonst bin ich immer mit der Ahnung gestartet, dass alles moeglich ist und ich ueberall hin kann. Ein bisschen wehmuetig war ich schon, als ich heute an ihm vorbei den Koffer zum Aufzug geschoben habe 🙂
Dafuer habe ich jetzt tatsaechlich fuer 5 Tage frische Oberteile dabei und sogar meine Yogamatte eingepackt – mal gucken ob ich den Ruecken in den 2 Wochen richtig fit kriege!
Ansonsten bin ich ja tatsaehlich auch im Zeitalter der Digitalisierung angekommen. Ich habe ein Tablet und sogar eine kleine Tastatur, damit ich schoen von ueberall schreiben kann. Ist schon nicht schlecht!! Gerade sitze ich in Amsterdam am Flughafen am Gate und warte darauf die naechsten 12 Stunden in einer fliegenden Blechbuechse zu
verbringen. Ich muss verrueckt sein 🙂

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Recherche

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Wenn alles nach Plan laeuft treffe ich mich gleich auf dem Weg vom Flughafen in die Stadt mit Jeje und wir gehen zusammen essen. Mein Plan fuer Kuala Lumpur steht soweit (in der Theorie) und fuer die Tage danach auf Langkawi habe ich auch schon das ein oder andere Schmakerl aufgetan!image

Aber jetzt erstmal weg aus der Kaelte und heil und ohne Blutklumpen in KL (wie es der Experte nennt) ankommen!

 

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